radio burroughs filler words. gesture

There seems to be (I’m really bad at staying abreast of styles and genres) a particular sort of German post-punk, which involves clean, bright guitars, grinding, trebly bass, tight, punchy drums, jaggedly angular rhythms and declamatory vocals. I know how annoying it can be when some ignorant reviewer says your band is such-and-such a thing that you really don’t have any interest in, so I’m wary of sticking my neck out too much with this, but I’ve heard several bands that have all the characteristics I described above, and whether or not there’s an actual scene, there’s certainly a sound. It’s a good one too.

Radio Burroughs’ approach, on this release at least, tends toward the more conventionally musical end of that spectrum, with vocals that are gently declamatory enough to permit the use of some harmony parts, and some very haunting, astringent, minor-key harmonic/ melodic materials. The tunes tend to sit on a note and let it voice lead through a succession of chords, in a way that has a particularly poignant effect.

Filler Words. Gesture. takes us to a pretty cold place, a place where communication fails, relationships are unsatisfactory, and people are alienated. Sadly, these are real enough places, and at least partially familiar to most of us. The lyrics turn a pretty unforgiving eye on such things, but not an unsympathetic or cynical one. There is a brutal honesty in these songs that is well matched to the icy beauty of the soundworld. This is a serious, novelistic endeavour, and a very accomplished one, which while not exactly ‘fun’, is a very rewarding listen.

review by Oliver Arditi

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Das erinnert mich angenehm an die etwas entspannteren Momente von Life... But How To Live it und Pretty Girls Make Graves oder auch geraderen Teile von Arm. In dem Sinne nämlich, dass hier eine Musik gespielt wird, die der Komplexität der verhandelten Gedanken gerecht werden soll, anstatt vor allem zu rocken oder so. Hier wird sehr detailliert und wortreich Zwischenmenschliches (so nennt man das wohl) untersucht, vielleicht ein bißchen zu sehr bisweilen, aber man muss sich ja nicht in jede Windung dieser Texte graben. Die Musik aber, wie gesagt, wirklich schön, wie aus der zeit gefallen (oder tatsächlich, wie das Label-Info vorschlägt: »als wäre[n] sie immer schon da gewesen«). (stone)
Altin Village/Cargo

Trust NR. 151/06 Dezember/Januar 2011

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"Ein wahrer Satz aus dem Bandinfo: „Filler Words. Gesture.“ klingt so als wäre die Platte „schon immer da gewesen“. Der Gesamtsound ist nicht hyperclean und laut, sondern samtig kratzig wie eine Lieblingsdecke. Außerdem ist die Platte angenehm zurückhaltend produziert. Hier gibt es eine klare Ansage: Schlagzeug, Bass und zwei Gitarren - eine rechts, eine links. Auch verzichten Stefan Dießner und Ulrich Kalliske zumeist auf zusätzliche Verzerrung und spielen Melodien und Akkorde auf die ursprünglichste Weise, wie man die E-Gitarre spielen kann: eingestöpselt und aufgedreht. Die letzte charakteristische Note verleiht Sängerin Jeanette Bielau. Sie bietet keinen großen Strauß bunter Melodien, eher atmosphärischen Sprechgesang, der zu guten Teilen zu Assoziation mit Pavement oder Sonic Youth beiträgt. Erst unauffällig, dann stark einnehmend - Indie-Rock von der feinen Sorte."

review by westzeit.de

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Die Berliner um die charmannte Sängerin Janette kommen mit dem neuen Longplayer um die Ecke. Nicht ganz so wild wie live kommt ihre Mischung aus Indierock und Post-Punk daher, die auf ihre Art doch sehr einzigartig ist. Acht lange Songs, die sich immer wieder aufschaukeln, die ein oder andere Notwist-Harmonie aufweisen, Maserati-Gitarren sirren lassen, im Offbeat schaufeln, zwischen laut und leise wechseln und doch so vertraut klingen wie eine alte Bekannte. Unaufdringlich in ihren Ausnahmemomenten, mitreißend und filigran plus eine durchdachte, aber nie aufgesetzte Songschreibe. Tolles Artwork wie Klappcover, Popup (muß mal selbst nachkleben), LP als 180gr Pressung. Super Teil! * Altin Village.

flight 13

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Radio Burroughs is a five-piece from Berlin, Germany, and they just recorded Filler Words. Gesture. Radio Burroughs recorded one album before, but that’s not a lot in six years of existence. It’s not enough. Their records (and most of all their live shows) have an effect. Indie Rock, Post Punk, where does that lead us, we know it, for more than twenty years. But for more than twenty years we also know how beautiful this rough understatement can be, how much this complex songwriting can catch us. Filler Words. Gesture. looks nice in its pop up gatefold cover, and it´s one of these records that sound like they would be around for ages. Staying in the subconscious, subtle and purring – and that´s what makes a record that endures, becomes a personal classic. It’s good one can put it on again and again. Filler Words. Gesture. drops October 21st, 2011.

adequacy.net

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he 2nd album by this Berlin-based band. 8 songs of melancholic and Pop-infused Post-Rock. In the vein of VAN PELT/THE LAPSE and similar 90's bands, with a female vocalist. Pressed on 180g heavy vinyl, packed in a gatefold-cover, and with download-code included.

x-mist

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Radio Burroughs aus Berlin haben „Filler words. Gesture.“ aufgenommen. Radio Burroughs haben schon einmal eine Platte aufgenommen, aber das ist gemessen an der 6jährigen Bandexistenz nicht viel. Eher zu wenig. Ihre Platten (und noch viel mehr ihre Konzerte) lösen etwas aus. Indierock, Post-Punk, das führt alles zu nichts, das kennt man ja seit 20 Jahren. Aber man weiß auch seit 20 Jahren, wie gut diese schroffe Unaufdringlichkeit in ihren Ausnahmemomenten sein kann, wie mitreißend die filigran durchdachte, aber nie aufgesetzte Songschreibe. „Filler words. Gesture.“ sieht gut aus, in der Verpackung steckt viel Liebe (Stichworte: Klappcover, Pop-Up). „Filler words. Gesture.“ ist eine dieser Platten, die so klingen als wären sie schon immer dagewesen. Festsitzen im Unterbewusstsein, subtil und säuselnd – aber genau das ist es, was Platten ausmacht, die lange währen, und persönliche Klassiker werden können. Und zum Glück kann man sie immer wieder auflegen. Ab dem 21.10.2011.

SOUTHERN GERMANY

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Vinyl-Freunde hören ja gerne mal etwas genauer hin - sagt man. Deswegen ist es auch passend, dass Radio Burroughs sich auf dieses vermeintlich altmodische Format eingeschossen haben und ihre Musik nur auf schwarzen Scheiben veröffentlichen. Denn auch bei dieser Band sollte man etwas genauer zuhören. Das Quintett steht nicht auf den vordergründigen Aufschrei, sondern bastelt seine Songs subtiler zusammen.
Musikalisch klingt man stark nach Indierock mit fein ziselierten Gitarren, die so unaufgeregt und doch so filigran klingen. Kraftmeierische Powerchords braucht hier keiner. Der Rhythmusteppich lässt auch Erinnerungen an alte Postpunk-Tage nach oben kommen. Das Zusammenspiel der beiden Komponenten klingt wunderbar und nach einer gut verschmolzenen Einheit. Aber erst der Gesang gibt dem Ganzen eine Richtung und eine Stimmung. In fast erzählerischer Manier gibt Janette Bielau ihre melancholischen Texte zum Besten und sorgt dafür, dass die Stücke nicht nur als ruhiger Fluss dahin treiben, sondern auch mal aufmüpfiger, ja fast aggressiv werden.
In Sachen Songwriting bricht man geradewegs aus dem üblichen Strophe-Refrain-Strophe-Schema aus und geht eigene Wege. Das sorgt dafür, dass man dem Ganzen beim ersten Hören noch etwas unbeholfen gegenüber steht. Denn geradewegs und ganz plakativ „Hit!“ schreit kein Lied. Die Werbeabteilung spricht hier von „schroffer Unaufdringleichkeit“ und besser könnte man den Sound von Radio Burroughs auch gar nicht umschreiben. Jetzt wartet die Band nur noch auf Hörer, die genau das an Musik zu schätzen wissen.

musik an sich

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Girl-fronted-Bands sind noch immer die Ausnahme. Da hilft auch keine Idealisierung der Riot-Grrrl-Bewegung...
Sogar im Indie-Hardcore-Punk-Bereich – also in einer Subkultur, deren Anhänger normalerweise durch Diskursfähigkeit überzeugen – tummeln sich Frauen mehr vor als auf der Bühne. Was war noch mal Gender? Janette Bielau, Vocals bei Radio Burroughs, kennt die Antwort, doch nicht den Grund für die Teilnahmslosigkeit ihrer Umwelt.
Ein Unbehagen schleicht sich ein. Sie tut, was sie kann, und redet sich in Rage (»Fight Called Conversation«). Stochert in Dingen, die uns irgendwie unangenehm sind, und macht das Private öffentlich. Politisch. Und genau deshalb ist »Filler Words. Gesture« auch so dringlich. So wichtig. So gut. Ein eklektischer Post-Punk-Hardcore-Bastard mit eingängigen Songstrukturen und einer Dynamik, die die Grenzen der bespielten Genres durch deren Verbindung überwindet. Vinylnostalgiker dürfen sich über eine edle Optik der LP freuen.

intro

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So spitze, steile Berge wie auf dem Cover ihres zweiten Albums Filler Words. Gesture. haben Radio Burroughs zuhause in Berlin natürlich noch nie gesehen. Trotzdem haben sie sofort erkannt, woraus sich ein schönes Gatefold-Albumcover machen lässt, und drum herum spielen sie nun schön spröden 90er-Jahre-Indie, wie Sonic Youth vor dem Feedback, und mit dem gleichen sympathischen Mittelstufen-Englisch gesungen, das sich auch The Notwist bis heute behalten haben. Erscheint nur auf Vinyl (+ Download-Code), beim Aufklappen bitte extravorsichtig sein.

visions

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Die Band hier bereitetet mir Kopfzerbrechen. Ich hab mir das Album jetzt etwa zehnmal angehört, zu verschiedenen Tageszeiten an verschiedenen Orten und sie macht es mir nicht leicht. Doch so viel weiß ich zu "Filler Words.
Gesture" zu sagen: Das ist Post-Punk, wie man ihn kennt, mit ständig wechselnden Rhythmen, Drama und einem Hin und Her aus großen Gesten und Scheu. Vor allem durch den Gesang von Janett Bielau schaffen RADIO BURROUGHS eine seltsame Atmosphäre, ein bisschen wirr hier und da.
ch glaube, die Band aus Berlin hat hier etwas Großes geschaffen, und ich glaube, sie werden viele Leute mit ihrer Musik begeistern können. Mich hat sie aber leider gar nicht berührt, und auch wenn ich dem Stil nicht abgeneigt bin, RADIO BURROUGHS blieben mir nicht im Ohr.

ox

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Rewelacyjny zespół PTTRNS przekonał mnie, że niemieckie zespoły gitarowe mogą jednak grać dobrze, w co zwątpiłem po konfrontacji z ich eksportowymi gwiazdami i niejednym lokalnym suporcie na koncertach w Niemczech. Wydająca PTTRNS wytwórnia Altin Village trzyma poziom i kolejny zespół z jej katalogu również robi dobre wrażenie. Przy tym gra zupełnie inaczej niż nasi ulubieńcy i też inaczej niż niedawno recenzowani wariaci z Tannhäuser Sterben & das Tod. Radio Burroughs na tle tamtych to bardzo poukładany zespół. Kwintet z Berlina gra melancholijną, w najlepszym tego słowa znaczeniu, gitarową muzykę o posmaku dobrze rozumianego indie rocka, echami post punka i spokojniejszych odcieni waszyngtońskiego hard-core'u. Z kobiecym, delikatnie smutnym, wokalem, gitarami pozostawiającymi dużo przestrzeni w głośnikach i konkretnie grającą sekcją rytmiczną. Riffy bynajmniej nie są tu w centrum uwagi, raczej nastroje i akcenty. Melodie bywają nośne, ale jeśli już, to za sprawą całego zespołu, bo wokalistka Janette Bielau nie śpiewa na siłę, raczej melodyjnie opowiada. A ma o czym, bo na "Filler Words. Gesture." Radio Burroughs opisują świat, w którym doskwiera samotność, niezdolność komunikacji i prawdziwych więzi. Są w tym przekonujący, zarazem grając muzykę pozwalającą o tym wszystkim na chwilę zapomnieć. Pod kątem wykonawczym zespół jest wewnętrznie bardzo równy (czego niestety ciągle polskim zespołom na tym poziomie offowości często brakuje i np. całość tonie przez bębniarza lub basistę) i brzmi wyraziście, pełnie. Dobra, dojrzała płyta.

Die sensationelle Band PTTRNS hat mich überzeugt, dass deutsche Gitarrenbands doch gut spielen können, woran ich in Konfrontation mit ihren Export-Stars und einigem lokalen Support auf Konzerten in Deutschland schon zweifeln musste. Der Produzent von PTTRNS, Altin Village, hält Niveau und die nächste Band aus ihrem Katalog macht auch einen guten Eindruck. Dabei spielt sie ganz anders als unsere Lieblinge sowie auch anders als die vor kurzem rezensierten Verrückten von Tannhäuser Sterben & das Tod. Im Vergleich mit ihnen ist Radio Burroughs eine sehr geordnete Band. Das Quintett aus Berlin spielt eine, im besten Sinne des Wortes, melancholische Gitarrenmusik mit einer Note des gut verstandenen Indie Rock, Postpunk-Echos und weniger wilden Nuancen des Washington Hardcore. Mit weiblichem, sanft traurigem Gesang, Gitarren, die viel Raum in den Lautsprechern frei lassen und konkreter Rhythmussektion. Man konzentriert sich hier nicht so sehr auf Riffs, eher auf Stimmungen und Akzente. Melodien sind manchmal tragend, aber wenn schon, dann durch die ganze Band, denn die Sängerin Janette Bielau betreibt kein Kraftsingen, es sind eher melodische Antworten. Und an Thematik fehlt es nicht, denn in "Filler Words. Gesture." beschreibt Radio Burroughs die Welt, in der die Einsamkeit, Kommunikationsunfähigkeit und echte Relationen schmerzlich fehlen. Sie sind darin überzeugend und spielen dabei eine Musik, die es erlaubt, das alles für einen Augenblick zu vergessen. Spieltechnisch ist die Band sehr ausgeglichen (was den vergleichbaren polnischen Off-Bands oft fehlt und das Ganze durch den Drummer bzw. den Bassgitarristen untergeht) und hat einen ausdrucksvollen kompletten Klang. Eine gute, reife Platte.

popupmusic.pl